Nun sind wir fast schon wieder eine Woche zurück von unserem Mallorca-Urlaub.
12+2 Dosen wurden gefunden, 2 Infusionen von jeweils 500ml wurden mir verabreicht, 3 Kilo wurden abgenommen, über 900 Fotos wurden geschossen und zahllose Kilometer, sowohl zu Fuß als auch mit dem Auto, wurden zurückgelegt.

Aber von Vorne. Unsere Reise startete am 25.06. um ziemlich genau 1 Uhr morgens, keine gute Aufstehzeit für mich, was mein Körper dann auch exakt 12 Stunden später mit einem akutem Virusinfekt quittierte.
Schüttelfrost, Fieber, Herzrasen und ein Kreislauf eines 90. Greises, das war das erste was ich in meinem Urlaub erleben durfte. Zwei mal musste ich daraufhin zum nicht gerade günstigem Privatarzt und mir zwei Infusionen verpassen lassen, doch danach war der Spuk dann endlich vorbei. Wozu hat man denn auch eine Auslandskrankenversicherung abgeschlossen wenn man sie nicht nutzen würde?
Danach wurde aber alles besser, täglich erkundeten wir Paguera und die nahe liegenden Städte und Ortschaften, und natürlich auch deren Caches. So trieb es uns z.B. nach Palma, Cala Fornells, Andraitx und dessen Hafen, Arenal ;), und, und, und…
Zusammenfassend kann man sagen das Mallorca sowohl als Urlaubsziel als auch als Cachelandschaft sehr viel Spaß und Erholung bietet. Wir haben super schöne Landschaften erkundet, beeindruckende Flora und Fauna gesehen und ein breites Spektrum an Dosen mitgenommen, trotz der nur 14 Funde. Nun verstehe ich übrigens auch warum Leute teilweise 5x hintereinander auf “Malle” (ich hasse dieses Wort übrigens) Urlaub machen. Trotz dessen das wir relativ viel unterwegs waren haben wir wirklich nur einen ganz kleinen Fleck auf der Landkarte gesehen, man kann also an jedem Zipfel der Insel immer wieder neue faszinierende Orte sehen.
Als besonders Empfehlenswert habe ich den Earthcache Rock Pool, sowie die beiden nah beieinander liegenden Multis Mallorca Panorama Cache und Surprise of Calo Monjo im Gedächtnis. Alle samt boten eine wunderbare Finallocation die man ohne den Cache wirklich niemals gefunden hätte. Eben so, wie man sich einen Cache wünscht. Auch toll war die kleine Wanderung zum Lostplace: High Voltage – Torrent de Galatzó wobei wir sogar noch eine unnötige Deaktivierung aufheben konnten, denn der Cache war da wo er sein sollte.
Aber es geht natürlich wie immer nicht ganz ohne Nörgeln. Die Caches sind zwar alle recht liebevoll angelegt, allerdings merkt man an vielen Stellen die mangelnde Wartung. Kaum einer der Caches ist von örtlich ansässigen Ownern gelegt worden, sondern von meist deutschen Cachetouristen die die Wartung dann an den Quadmaster abgegeben haben. Dieses Engagement ist natürlich lobenswert, man merkt einigen Dosen jedoch an, das sich Quadmaster hier mittlerweile etwas viel zugemutet hat.
Überfüllte Logbücher mit zahllosen eingeworfenen Logstreifen, seit Monaten verschwundene und nicht ausgetauschte Dosen, kaputte Micros ohne Deckel… Das man als Touri so seinen eigenen Urlaubscache hinterlassen kann tut der Cachedichte natürlich gut, sorgt aber eben auch dafür das man teilweise starke Abstriche in der Wartung hinnehmen muss. Am Ende war alles aber halb so schlimm, den der Cache war bei den traumhaften Locations sowieso eher Nebensache, Hauptsache man konnte irgendwo noch seinen Namen unterbringen. Löblich ist übrigens, das Mallorca ein wahres Regular-Paradies ist, Micros findet man eigentlich nur in Palma häufiger, alle Caches die sich in der Natur abspielen haben meist überaus großzügige Behausungen.
Dem Cache Parc de la Seu habe ich übrigens gleich mal unaufgefordert einen neuen Petling sowie ein neues Logbuch spendiert, denn die vorgefundene Filmdose hatte 1. keinen Deckel mehr, und 2. waren bereits ca. 6 Lose Logbücher in die Dose gestopft worden, die alle samt voll waren und es definitiv auch keinen Platz mehr für weitere Logeinträge gab. Der Owner hat sich bisher auf mein Log zumindest nicht negativ geäußert.
Wer übrigens noch mehr Bilder sehen will, für den habe ich ein kleines Best of Mallorca 2009 Album auf Flickr zusammengestellt, so weit es geht sind die Bilder übrigens auch Geotagged, was mit dem super tollem Lightroom-Plugin Geocoding Support und meinen aufgezeichneten Garmin Tracks als GPX-Datei ganz einfach und automatisch ging.
Einfach alle Tracks mittels MapSource oder RoadTrip zu einem großem Track zusammenfügen, alle geschossenen Bilder markieren und das Plugin mit der GPX Datei darüber laufen lassen, schon sind zu allen Bildern die genauen Koordinaten, die Blickrichtung und der Google-Maps Link in den EXIF-Infos hinterlegt. Ist zwar schon heftiges Spoilern, aber man muss ja nicht drauf schauen.
5 Kommentare
na das ist ja kein schöner Start in den Urlaub gewesen… wir haben im Übrigen nur 6 geschafft allerdings waren wir auch nur 3 Tage mobil und in unserer Ecke liegen die Dosen etwas weiter gestreut. Aber man kann es nur wiederholen, Mallorca ist eine Reise wert und unser Hobby hat auch uns an schöne Orte geführt die selten ein Touri so findet ;-)
und dann hzaben wir noch diehier gesehen:

Mensch Uwe, du hast ja richtiges Paparazzo-Potential, schon bei der Bild gefragt was sie dir geben würden? ;)
Ja, es kommt ja nicht auf die Menge der Dosen an, Hauptsache man kommt an schöne Orte, für die Statistik ist Mallorca aus meiner Sicht eh eher uninteressant… bis auf die hohe Anzahl an Earthcaches.
Ach, man muss auch mal Pech im Urlaub haben, jetzt ist mein Glückskonto hoffentlich für die nächsten 30 Urlaube erstmal wieder gefüllt!
Schöner Bericht, fast so als wäre man dabei gewesen.
Der Anfang war zwar tragisch, aber danach lief es ja was ein Glück!
Gruß Martina
Unsere Reise startete am 25.06. ???
























um: 21:39 Uhr
Ach, wer den Daumen noch heben kann, ist nicht sooo krank ;)