Seit fast 3 Wochen ist das iPhone nun auf dem Markt, und hat bei mir seit dem den MDA Compact III ersetzt.

Im Alltag macht sich das iPhone schon sehr gut. Gerade wegen der Vielzahl an Apps ist es sowohl Organiser, Spielekonsole, ach ja, und auch Handy.

Doch ist es auch fürs Geocaching geeignet? Aus meinem Geocaching-Dunstkreis hörte ich immer wieder von Leuten die kein anderes Gerät zum finden von Caches nutzen als ihr iPhone, und das sogar sehr erfolgreich.

Nun habe auch ich meine ersten 120 Dosen fast ausschließlich mit meinem MDA mit integriertem GPS gefunden, dann aber Anfang des Jahres auf das Garmin eTrex Legend HCx umgesattelt, zum einen weil der MDA nicht deaktivierbares Static Navigation hatte, was fürs Cachen dann doch eher ungeeignet ist, zum anderen weil ich ein Gerät haben wollte das mir auch mal runter fallen kann und es mir nicht um die Optik leid tut…

Seit dem bin ich mit meinem Garmin zufrieden und habe mein Handy nur noch zum lesen der Beschreibung genutzt. Doch die Möglichkeit, das iPhone auch mal für spontane Suchen zu benutzen ist dennoch interessant, denn manchmal fährt man ja doch zu Freunden, hat sein dickes Garmin ja nicht immer dabei, und will dann vielleicht doch mal die Dose gleich da vorne an der Ecke suchen.

Also habe ich mich mit dem 3GS die letzten Wochen ab und an mal auf Dosenjagd begeben. Das Anzeigen der Listings klappt mit der Geocaching-App von Groundspeak auch wirklich gut, relativ fix und natürlich auch immer Top-Aktuell, doch die Endtäuschung kam für mich beim navigieren zum Cache.

Von meinem Garmin bin ich eine gewisse Genauigkeit gewöhnt die ich mittlerweile auch zu schätzen gelernt habe. Beim 3GS zumindest vermisse ich bei meinem Gerät diese Genauigkeit enorm. Die App selber sagt bei guter Sicht meist nur 17m Genauigkeit, einmal kurzzeitig 9m… das aber auch nur für ein paar Sekunden… und das nicht kurz nach dem Start, sondern auch nach 3-4 Minuten der Suche… mehr als 17m waren nie drin. Nun sind diese Genauigkeits-Angaben ja reine Theorie, so das ich diese auch einmal mit der Praxis vergleichen wollte.

Leider bestätigten sich die theoretischen Angaben auch im Praxistest. Wo das Garmin die Stationen fast Zentimetergenau getroffen hatte, lag das iPhone ca. 10-13m entfernt, und sprang dazu aber immer noch zwischen 1 und 10m im Kreis. Wie gesagt, immer unter guten Sichtverhältnissen Richtung Himmel.

Nun bin ich etwas überfragt ob das nur meinem Gerät so geht, Apple im Vergleich zum 3G beim 3GS am Empfänger gespart hat, oder aber die bisherigen iPhone-Nutzer es einfach nicht besser kennen und mit dieser Ungenauigkeit leben konnten?

Ich für meinen Teil bin doch etwas enttäuscht und werde wohl auch in Zukunft mein Garmin weiter dauerhaft bei mir tragen (müssen). Bei 1/1ern mit Spoilerbild und aussagekräftigem Hint mag so ein wackeliger Empfang vielleicht noch passabel sein, alles darüber erhöht die Difficulty meiner Meinung nach aber extrem.

Wie sind eure Erfahrungen? Gibt es vielleicht Cacher die auch bereits das 3GS im Einsatz haben und evtl. ähnliche oder gar gänzliche andere Beobachtungen machen konnten?

Geocaching Shop Geoparadise

7 Kommentare

Gravatar spamade [Permalink] am: 9. Juli 2009
um: 18:46 Uhr

Wie ich heute schon bei neirolf gelesen habe mach ich das auch. iphone für die listings in der nähe und zum loggen (gleich mit twitter anbindung) und den garmin dann zum genauen cachen, also beides im verbund funktioniert ausgezeichnet! ;o) PS: En“d“täuschung? ;o)

Gravatar cyberberry (Stefan) [Permalink] am: 10. Juli 2009
um: 02:41 Uhr

Deine Erfahrungen mit dem 3Gs decken sich mit meinen und dem 3G. Der GPS Empfänger ist für GPS-basierte Anwendungen wie GoogleMaps und Umkreissuchen absolut ausreichend, zum Cachen allerdings taugt es nichts (Ausnahmen bestätigen die Regel – wir haben 2 iPhone 3G und beide haben gleich schlechten GPS Empfang).
Aus dem Lager der Navigon-Navi-App-User hört man, dass sich der Empfang auch öfter mal verabschiedet., besonders in engen Tälern und Häuserschluchten.

Aber fürs PaperlessCaching eignet sich das iPhone hervorragend.

Gravatar Christian [Permalink] am: 10. Juli 2009
um: 08:44 Uhr

Und ich dachte schon ich wäre einfach zu verwöhnt. Mit dem schlechten Signal des 3G/s würde ich glaube ich bei jedem 2. Cache abbrechen müssen, so ungenau wie das Teil ist.

Fürs Paperless-Caching ist es aber zweifelsohne Ideal, wenn gleich ich mit in der Groundspeak-App noch ein Notizfeld zu jedem Cache wünschen würde, für Berechnungen und sonstiges… denn da ist es aktuell ziemlich nervig immer zwischen Notizen und der App zu switchen.

Also geht halt doch nichts übers Garmin. Doof, so hätte man sich auf kleinen Ausflügen das nervige anfordern von PQs und dem jeweiligen übertragen aufs Garmin sparen können und hätte einfach losgelegt…

Gravatar Gorbi (Michael) [Permalink] am: 10. Juli 2009
um: 15:29 Uhr

In der Tat hat mein 3GS bisher auch nicht weniger als 17m Genauigkeit angezeigt und ich habe bisher auch noch nicht allzuviel damit gesucht (insgesamt 7 Stück), jedoch war die tatsächliche Genauigkeit sehr viel besser.
Wenn ich laut iPhone 1m neben dem Cache stand, dann war er auch meist nicht weiter als eine Armlänge maximal 2m weit weg, und das auch im Wald ohne freie Sicht zum Himmel.
Wo manch Mitcacher mit GPSr erstmal vorbeigelaufen ist, weil das GPS recht langsam reagierte, war das iPhone schneller und was das Navi (Navigon App) angeht hat es nicht mehr Abbrüche als mein PDA mit integriertem Sirf III.
Hinzu kommt, dass man grad mit dem App von Geocaching.com auf Luftbilder zurückgreifen kann, welche die Suche doch erheblich erleichtern können (wenn man nicht grad im Wald steht, wo jeder Baum von oben gleich aussieht).
Inwiefern sich der GPS-Empfang bei Internetverbindung verändert (die neuen Smartphones besitzen ja alle A-GPS) kann ich nicht sagen, da es momentan noch ohne Vertrag seinen Dienst tut, die Genauigkeit sollte dann allerdings bestenfalls gleich bleiben bzw. sich eher verbessern.
Ich sehe das iPhone 3GS daher durchaus als mögliche Alternative zum Cachen an, auch wenn es nicht 100%ig die Genauigkeit neuerer GPSr erreicht, ist diese doch mehr als ausreichend meinen Erfahrungen nach (ich hoffe, das wird sich auch nicht ändern) und die Widerstandsfähigkeit gegen Stöße und Feuchtigkeit kann man mit einer Otterbox erheblich steigern (wird dann allerdings auch nicht so unempfindlich wie ein GPSr sein).

Gravatar TNT [Permalink] am: 13. Juli 2009
um: 22:37 Uhr

Ich habe kein iPhone, aber ich denke diese Ungenauigkeit hat man mit jedem Handy. Mal ehrlich, das iPhone ist doch fürs Geocachen viel zu schade, oder? Natürlich wird es sich gut fürs paperless Caching eignen (ich nutze dafür das Nokia 5800), aber um dann bis zum Cache zu kommen, ist das Garmin sicher die bessere Wahl. Da stört es nicht, wenn man letzteres mal im Regen benutzt.

Gravatar QuadraturdesKreises.de [Permalink] am: 16. Juli 2009
um: 13:25 Uhr

Hi,

ich kann hier nur zum normalen 3G etwas sagen: Ich habe schon einige Caches nur mit dem iPhone gehoben und dabei auch sehr selten Probleme gehabt. Unter normalen Bedingungen wie auch im Wald, hatte ich ab und zu eine Genauigkeit von +- 10 Metern, meistens aber eine Genauigkeit von +- 2 Metern. D.h. für mich ist das iPhone das “fast” perfekte Tool zum Paperless Cachen bzw. zum mal schnell auf der Strecke heben. Vorteilhaft sind natürlich auch bei größerer Ungenauigkeit des GPS die verschiedenen Karten, womit man die Ungenauigkeiten doch recht gut ausbügeln kann. Problematisch finde ich hierbei nur die fehlende Outdoortauglichkeit (Wobei das kein Fehler des Gerätes ist, denn unterm Strich ist das iPhone ja nicht als Outdoorgerät konzipiert worden).

Gravatar SonicHedgehog [Permalink] am: 19. Juli 2009
um: 23:13 Uhr

Also ich habe mit Geopher Lite auch schon einige Caches gemacht, jedoch muss ich leider auch sagen, dass die Genauigkeit (natürlich) nicht so gut ist, wie bei einem richtigen GPS-Gerät.
(Komischerweise ist die Genauigkeit bei Geopher aber auch immer besser als bei der offiziellen Groundspeak-App.)

Ich denke aber auch einfach, dass Handys nicht dafür geschaffen sind. Ein Garmin oder so spezialisiert sich dann auch genau auf dieses eine “Modul”: GPS. Klar, dass es dann besser funktioniert.

Da ich aber leider kein Geld für ein Garmin habe, bin ich mit dem iPhone doch sehr zufrieden beim Geocachen unterwegs.

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