So lange die Pause hier im Blog andauerte, so lange war zumindest auch meine Cache-Aktivität etwas eingeschränkt. Ich bin eben einfach ein Sommer-Cacher, der Dosen gerne per Fuß oder Rad besucht. So nutze ich die Wintermonate um den Cachebestand um mich herum wieder etwas zu vergrößern damit es im Frühling wieder ordentlich neues Futter gibt!

Doch die Cachepause wurde gestern durch die zweiten Magdeburger Winterspiele komplett unterbrochen. Trotz dicker Schneeschicht luden die Organisatoren abermals zu winterlichen Spielen bzw. Wettkämpfen, in gemütlicher Atmosphäre ein. Wie bereits im letzten Jahr war das Event auch in diesem Jahr wieder gut geplant und besucht. Die Besucherzahlen topten das letzte Jahr aber wohl doch noch etwas, denn laut Anmeldungen waren in diesem Jahr ca. 190 Cachebegeisterte Vor-Ort.

T5 mal anders

Kurz nach 12.00 Uhr traf ich auf dem Event-Gelände ein. An der Anzahl der Fahrzeuge auf dem Parkplatz sah man schon das die 190 Leute wohl nicht untertrieben waren. Nach der Anmeldung und dem Erhalt der Teilnehmer-Unterlagen für 5€ (Freiwillig und inkl. Spendenanteil) ging ich direkt zur T5er-Station, denn schon aus der Ferne sah ich das hier gerade die_meus sein Glück versuchte. Die T5er Station war wirklich kreativ gedacht und gemacht. So konnte sich jeder in einen Klettergurt hängen und musste nicht einfach plump am Seil hoch, sondern musste sich auf einen Stapel Cola-Kästen stellen. Je mehr Kästen man schaffte, desto mehr Punkte gab es für die Aufgabe. Zudem war die Station gleichzeitig ein T5er-Listing so das hier auch Cacher ohne Kletterausrüstung mal einen T5er loggen durften.

Im Anschluss ging es daran alle weiteren Disziplinen zu meistern, die da waren:

Pet-Bowling

Bowling auf einer Tapezierplatte, wobei die Kegel hier aus PETlingen bestanden. Jeder hatte 2 Versuche, das beste Ergebnis wurde gezählt.

TrickyMD beim Auswerten der Ergebnisse

GPS-Malen

Aus einem Topf konnte einer von 5 Petlingen gezogen werden, auf diesem Stand ein Tier was man im Anschluss mit der Track-Funktion seines GPS zeichnen musste, so entstand ein lustiges Bild mit vielen aufs GPS starrenden Cachern die alle versuchten Schlangen und Elefanten auf die virtuelle Landkarte zu zeichnen.

Petling-Zielwerfen

Zwei unterschiedlich schwere Petlinge mussten so nah wie möglich an einen auf der Erde abgesteckten Zielpunkt geworfen werden. Je näher man dem Ziel kam, desto mehr Punkte gab es.

Pilzjagd

Auf der ausgehändigten Karte des Gebiets waren 5 Punkte markiert, an welchen kleine Pilze versteckt waren. Auf jedem Pilz war ein Buchstabe vermerkt den man in eine Tabelle eintragen musste. Sozusagen 5 Tradis :)

Derm Wherigo ganz nahe

Mikrolotterie

Man durfte einen Lottoschein mit Zahlen zwischen 1 und 20 ausgefüllt werden. Jeder durfte 5 Zahlen wählen und im Anschluss aus einem Los-Topf 5 Zahlen, versteckt in Filmdosen, ziehen. Für jeden Treffer gab es 2 Punkte. Also eine reine Glückssache.

Der X-Punkt

Es wurden 4 Koordinaten vorgegeben, wobei immer 2 der Koordinaten eine virtuelle Linie bilden sollten. Der Schnittpunkt der beiden Linien sollte ermittelt, und seine Koordinaten eingetragen werden.

Der restliche Teil der Spiele bestand aus Knobel und Wissensfragen die im Heft gelöst werden mussten. Dabei galt es z.B. Fragen wie “Wann wurde der älteste, bisher nicht gefundene Cache Russlands versteckt”.

Bei diesem Spiel fand ich es schon im letzten Jahr schade, das man ohne Internet fähiges Handy eigentlich kaum eine Chance hatte die Fragen richtig zu beantworten. Aber gut, das lässt sich bei einem Frage-Spiel wohl immer schlecht vermeiden.

Wärmen am Lagerfeuer

Nachdem der Pflichtteil erledigt und die Ergebnisse bei einem der Orgas abgeliefert war, ging es noch daran die für das Event ausgelegten Dosen zu finden. Da die Caches beim Start des Events noch nicht auf Geocaching.com gepublished waren, wurden die Listings vorher extra ausgedruckt, und jedem Teilnehmer ein Exemplar ausgehändigt. Solch eine Organisation lobe ich mir.

Unter den Caches gab es sowohl einen Earthcache, als auch einen Wherigo. Der Earthcache war uns dann aber doch zu weit vom Event entfernt, und der Wherigo setzte scheinbar einen neueren Player voraus, so das die Cartridge, die mir BKA extra noch auf den MDA gespielt hatte, leider nicht richtig lief.

Freude auch bei Upigors samt Team

Doch am Ende konnten wir uns doch noch einem Wherigo-Trupp anschließen und doch noch loggen. Eventuell spiele ich den Cache später aber noch einmal in Ruhe selber durch.

Die restlichen Tradis in der Umgebung waren durch den Schnee doch eine ziemliche herausforderung. Die Schuhe wurden langsam Nass und auch die Kälte setzte unserem Team langsam aber sicher immer mehr zu. Dennoch konnten wir noch 4 Tradis einsammeln.

Da ich bei allen Spielen nicht sonderlich gut abgeschnitten hatte (und das wo ich im letzten Jahr doch auf Platz 5 war!), und ich mir mit den nassen Schuhen nicht schon wieder eine Erkältung zuziehen wollte, verließ ich das Event kurz vor der Siegerehrung wieder Richtung warmer Wohnung.

Fazit

Die Magdeburger Winterspiele waren auch in diesem Jahr wieder grandios geplant und durchgeführt. Positiv muss ich anmerken das die Gewinnchance in diesem Jahr doch um einiges realistischer wurde als es im letzten Jahr noch der Fall war.

Während man im letzten Jahr noch viel durch nachfragen und abschreiben in seinem Zettel vervollständigen konnte, war in diesem Jahr mehr der Sportgeist und ein bisschen Glück gefragt, so das wirklich jeder eine faire Chance auf einen guten Platz hatte.

Die Preise waren laut die_meus mehr als üppig ausgefallen, was wohl nicht zuletzt an den vielen gut ausgesuchten Sponsoren lag. Die Verpflegung war mit leckerer Erbsensuppe und Nudeln voll gegeben, zudem gab es Glühwein, Kaffee und Kinderpunsch. Die Location war mit dem Bike Inn wirklich grandios! Ein altes NVA Gelände, mit mehreren Bunkern, Bäumen, Garagen, vielen Parkplätzen und genug Platz. Was wünscht sich ein Cacher mehr?

Onkel Toms Hütte im Bike Inn

Die Spiele waren wie schon beschrieben sehr kurzweilig und abwechslungsreich, wenn ich mir auch etwas mehr “Spaßfaktor” gewünscht hätte, so war man doch etwas geknickt wenn man z.B. beim Zielwerfen mit 0 Punkten nach Hause ging, weil man die Gewichte der beiden Petlinge einfach nicht beim ersten Wurf einschätzen konnte. Ein bis zwei Probeversuche hätten die Spiele aus meiner Sicht noch einen Tick besser gemacht, wobei man natürlich sagen muss das der Zeitplan bei so vielen Teilnehmer schon ziemlich eng war.

Alles in allem war es eine würdige Fortsetzung, es gab wie immer regen Austausch zwischen allen Teilnehmern und es war zu keinem Zeitpunkt langweilig.

Die strecken zwischen den Dosen hatten es, dank der Witterung, in sich

An dieser Stelle bleibt mir nur ein großes Danke an die Orgas auszusprechen, und zu hoffen das es auch im nächsten Jahr eine Fortsetzung gibt!

Meine Fotos vom Event gibts im passendem Album in gesammelter Form, oder in der Geocaching-Anhalt Flickr-Gruppe

Geocaching Shop Geoparadise

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